Der charmante Geestort Timmaspe liegt an der östlichen Route des historischen „Ochsenweges“. Er wird erstmals im Jahr 1320 als „Tymmenaspe“ erwähnt. Der Name hat einen spannenden Ursprung: Der erste Teil „Timm-“ verweist wohl auf einen Eigennamen, während „-aspe“ auf die Zitterpappel, auch „Espe“ genannt, hindeutet – ein Baum, der in der Region Holsteinische Vorgeest weit verbreitet war. Zwei stilisierte Espenblätter zieren daher das Ortswappen.
Itzehoe verdankt seinen historischen Aufstieg vor allem seiner einzigartigen Lage an einem wichtigen Knotenpunkt alter Verkehrswege. Der Ochsenweg, jener berühmte Fernweg für den Viehtrieb aus dem Norden, führte mitten durch die Stadt – eine Verbindung, die Itzehoe früh zur Handelsdrehscheibe machte. Doch der alte Weg war mehr als nur ein Handelsweg: Ab dem 11. Jahrhundert sicherte eine Burg am Störübergang die wichtigste Flussquerung und schützte diesen strategischen Punkt.
Flensburg ist Deutschlands nördlichste Stadt, knapp unter der 100.000-Einwohner-Marke, und seit über 100 Jahren direkte Grenzstadt zum Königreich Dänemark. Dieser besonderen Lage verdankt Flensburg ein unverkennbares dänisches Flair und eine Geschichte, die untrennbar mit dem Nachbarn im Norden verbunden ist.
Wer Flensburg betrachtet, denkt meist zuerst an die malerische Förde und die maritime Geschichte der Stadt. Doch auch die Wege zu Lande spielten bei der Entwicklung Flensburgs eine bedeutende, vielleicht sogar eine entscheidende Rolle.
Die Geschichte von Hohenwestedt, das 1217 als „Wetsstede“ erstmalig urkundlich erwähnt wird, steht von Anfang an im Zeichen des „Ochsenweges“ als dem schon seit Jahrhunderten hier verlaufenden alten Fernweg. Seither hat sich der Ort dank seiner topographischen Gunstlage auf einer Saale-eiszeitlichen Altmoräne mit Höhen von z.T. über 50 Metern sowohl in puncto Landwirtschaft, als auch Handel und Wandel entwickeln können. Der erst später erfolgte Namenszusatz „Hohen-“ unterstreicht die Siedelgunst, die sich dank der angetroffenen Bodenverhältnisse auf einen auskömmlichen Landbau stützen konnte. Bestimmend für die Entwicklung des Ortes war jedoch die Lage am alten Fernwegenetz des Landes, das bereits in vorgeschichtlicher Zeit hier eine Trasse ausgebildet hatte. Als Hinweis können archäologische Funde aus der Jungsteinzeit (4200 – 1700 v. Chr.), besonders aber aus der Bronzezeit (1700 – 500 v. Chr.) gelten, aus einer Zeit also, in der der rohstofflose Norden unmittelbar von der Zufuhr metallischer Produkte oder Rohstoffe abhängig war! Damit erscheint es nicht ausgeschlossen, dass sich der später als „Ochsenweg“ bezeichnete Fernweg bereits im 2. vorchristlichen Jahrtausend als Handels- und Kommunikationsweg etabliert hatte.
Armstedt ist ein beschauliches Dorf am historischen Ochsenweg, umgeben von reizvoller Landschaft und in unmittelbarer Nähe zum Naturpark Aukrug. Auch wenn es hier ruhig zugeht, entdeckt man charmante Ecken und stößt auf so manche kuriose Geschichte, die den Ort besonders macht.
Am Ochsenweg liegen einige wunderschöne Höfe und landwirtschaftliche Betriebe. Einige davon haben ihre Hoftore für uns geöffnet und wir dürfen euch einen Einblick in die Arbeits- und Lebensweise geben.