Tävsmoor
Ein wertvoller Hochmoorrest, der noch seltene und moortypische Vegetation aufweist
Nach der letzten Eiszeit entwickelte sich in einer abflussarmen Rinne das Tävsmoor/ Haselauer Moor. Es bildete, gemeinsam mit dem Buttermoor, Holmer Sandbergen und Schnaakenmoor einst eine zusammenhängende Moor- und Heidelandschaft. Hochmoortypische Pflanzen wie Torfmoosen, Wollgras und Sonnentau, wechseln sich mit hochwüchsigen Röhrichte und Bruchwälder ab. Das zwei Kilometer lange, aber nur 500 m breite Naturschutzgebiet lädt zu Erkundungen ein. Das Moor liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Appen und Heist.
Seit 1880 schrumpfte das ehemals 600 ha große Moor in nur wenigen Jahrzehnten auf 150 ha zusammen. Entwässerung und Torfabbau machten große Flächen für die Landwirtschaft nutzbar. Auf dem nördlichen Teil baute die Wehrmacht im zweiten Weltkrieg einen Flugplatz. Ende der 1960er Jahre begannen die Schutzbemühungen mit der Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet.