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Geologische Vielfalt

Peissen, erstmals im Jahr 1380 und erneut 1482 urkundlich erwähnt, liegt malerisch zwischen Hohenwestedt und Itzehoe, an einem wichtigen historischen Weg: dem westlichen Strang des Holsteiner „Ochsenweges“. Dieser Pfad, von dem zahlreiche archäologische Funde zeugen, war nicht nur in prähistorischer Zeit von Bedeutung. Im Mittelalter führte er unter anderem als Viehtriftweg zum Itzehoer Ochsenmarkt und diente skandinavischen Pilgern als Pilgerweg. Auch als Heerweg war er mehrfach genutzt.

Paar Spaziergang auf dem Klostergelände
©Holstein Tourismus / photocompany

Spuren der Ochsentriften

Uetersen, erstmals 1234 urkundlich erwähnt, verdankt seinen Namen der geografischen Lage am „äußersten“ Rand der Marsch und Geest. Die Ortsbezeichnung „Utersten“ spiegelt diese einzigartige Position wider. Auf einem Geestkern, der vor Hochwasser geschützt ist, konnte sich Uetersen im Laufe der Jahrhunderte zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt entwickeln.

Mittelalterlichen Mühlenstandort

Bokel wird Mitte des 13. Jahrhunderts erstmals als „Boclo“ (i.e. Buchenhain) urkundlich erwähnt. Eine besondere Rolle spielte der Ort durch seine Zwangswassermühle, die seit 1589 existierte. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren alle Einwohner des Kirchspiels verpflichtet, ihr Getreide hier mahlen zu lassen. Da die Bokeler Au jedoch nicht immer ausreichend Wasser führte, wurde 1832 zusätzlich eine Windmühle errichtet, um eine zuverlässigere Versorgung sicherzustellen.

©Peter Voß

Zwischen Handelsweg und Schlachtfeld

Idstedt (dän. Isted) zählt zu den historisch bedeutendsten Orten des Herzogtums Schleswig. Bereits 1196 urkundlich erwähnt und 1231 als Hauptort der dänischen Gebietseinheit „Idstedtsyssel“ benannt, zeugen archäologische Funde von einer Besiedlung, die bis in das 4. Jahrtausend v. Chr. zurückreicht.

Adelige Wurzeln und wirtschaftliche Bedeutung

Der Geestort Heist war über Jahrhunderte eng mit dem Ochsenhandel verbunden. Nachdem die Ochsentreiber die Pinnau-Furt südlich von Uetersen überquert hatten, erreichten sie Wedel innerhalb eines Tages. Ihr Weg entsprach weitgehend dem Verlauf der heutigen Bundesstraße B431. Auch wenn kleinere Niederungen durchquert werden mussten, stellte der trockene Geestrand, der sich entlang der Marsch nach Wedel erstreckte, eine ideale Triftstrecke dar.

©MHT.SH & Peter Lühr

Timmaspe

Zwischen Nortorf und Neumünster liegt Timmaspe, ein ruhiger Ort inmitten der hügeligen Landschaft Mittelholsteins. Gut angebunden durch die nahegelegene Autobahn, bietet die Gemeinde viel Natur, ein reges Vereinsleben und viele Freizeitmöglichkeiten.

Paar macht eine kurze Pause auf dem Ochsenweg, um sich zu orientieren mit dem Handy.
©sh-tourismus.de/MOCANOX

Entdeckungen am Ochsenweg

Der Ochsenweg – einst Handelsroute, Heerweg und Pilgerpfad – steckt voller Geschichte und Überraschungen. Ob das urzeitliche Niehuuser Tunneltal, das sagenumwobene „Peissener Loch“, das malerische Treenetal oder der mit seiner Größe beeindruckende Truppenübungsplatz “Lockstedter Lager”: Entlang des Weges gab und gibt es viel zu entdecken!

©Stadt Bad Bramstedt

Historischer Markt am Ochsenweg

Bad Bramstedt verdankt seinen Namen dem Fluss Bramau und hat eine lange Geschichte als bedeutender Handelsplatz. Bereits im 13. Jahrhundert spielte der Ort eine wichtige Rolle am östlichen Strang des berühmten Ochsenweges, einer der wichtigsten Handelsrouten Nordeuropas.