Kreidegruben Lägerdorf
Einblick in die Erdgeschichte; die Aussichtsplattform ist jederzeit zugänglich, Führungen und Sicherheitsregeln sind vor Ort geregelt.
In Lägerdorf, nahe Itzehoe, geben die Kreidegruben Einblick in die Erdgeschichte der Region. Die aktiven Abbauflächen „Saturn“ und „Heidestraße“, betrieben von Holcim, gehören zu einem laufenden Tagebau.
Die Kreide entstand vor Millionen Jahren in einem Meer mit Seeigeln, Muscheln und Schwämmen. Entsprechend finden sich Fossilien wie Seeigel und Donnerkeile sowie Mineralien wie Calcit, Pyrit und Markasit.
Ein Betreten der Gruben ist nur im Rahmen organisierter Führungen möglich. Diese werden regelmäßig in Zusammenarbeit mit Volkshochschulen angeboten und von dem Hobby-Paläontologen Dirk Schnoor begleitet. Besucher können dabei Fossilien sammeln und mitnehmen. Voraussetzung sind eine vorherige Anmeldung, ein Mindestalter von zehn Jahren sowie das Einhalten der Sicherheitsregeln (u. a. Helmpflicht). Die Grube „Saturn“ ist derzeit gesperrt.
Auch ohne Führung ist ein Besuch möglich: Ein frei zugänglicher Aussichtspunkt am Ende der Heidestraße bietet jederzeit einen Überblick über die Abbauflächen „Schinkel“ und „Heidestraße“ sowie die gut erkennbaren Kreideschichten mit ihren Flintsteinbänken.
Die Umgebung ist ländlich geprägt. Da sich die Wege durch den laufenden Abbau verändern können, empfiehlt sich eine vorherige Information zur aktuellen Zuwegung.